Die Methodistenkirche im Mülsengrund

Geschichte:
Im England des 18.Jahrhunderts brachen aufgrund der starken Verweltlichung der Staatskirche (Anglikaner) verschiedene Erneuerungsbewegungen auf. Die beiweiten größte war die der Pfarrsöhne Jon und Charles Wesley die an der Universität in Oxford mit einem Kreis von Studenten begann. Aufgrund dieser ausgeprägten Frömmigkeit und karitativen Tätigkeit (eine andere Methode) bekam von den eher h
umanistisch eingestellten Mitstudenten den Namen  "Methodisten". Aus diesem Kreis erwuchs eine große Erweckungsbewegung die sich in Amerika, aber auch in Deutschland und bis in den Mülsengrund (Mülsen St. Niclas) um 1910 ausbreitete.

Die Anfänge unserer methodistischen Kirchgemeinde in Mülsen St. Niclas gehen bis in das vorige Jahrhundert - so etwa um 1880 zurück, wurde aber erst 1910 endgültig  wirksam durch die Gründung dieser jetzigen Gemeinde  durch Theodor Göckeritz. Die ersten Gottesdienste wurden damals als Hausversammlungen durchgeführt und fanden in der -Nr. 17 in der damaligen Lichtensteiner Straße statt. Theodor Göckeritz war in einem Gottesdienst in der methodistischen Gemeinde in Zwickau zum Glauben an Jesus Christus gekommen und hatte daraufhin Prediger Lutz nach Mülsen eingeladen. In dass von Theodor Göckeritz erworbene Haus in der damaligen Feldstraße im oberen Ortsteil kam es dann zur eigentlichen Gemeindegründung.

Von 1910 bis 1937 wurden die Versammlungen in seinem Haus gehalten. Die Gemeinde aber gehörte von 1910 bis 1914 zum Zwickauer Bezirk (Pastor W. Mattes und H. Böttger bedienten die Gemeinde).

Hart und schwer waren die ersten Jahre, mussten sie doch manche Bitternis, manche Anfechtung und auch Anfeindung auf sich nehmen. doch es war unseren Vätern auch damals schon ernst um das Bibelwort: 

"Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt."

1914 wurde die Gemeinde dem Reinsdorfer Bezirk zugeordnet. Die Brüder Emil Göckeritz und Kurt Keller leiteten den Gemischten Chor und die Sonntagschule. Folgende Pastoren dienten der Gemeinde in der Zeit: M. Nedtwig 1914 - 1918; Bruno Schubert1918 - 1920; P. Wurtzbacher1920 - 1924; Oskar Lindner 1924 - 1928.

1927 wurde die Erlöserkirche in Reinsdorf eingeweiht und ab 1928 diente Pastor A. Voigt. 1933 übernimmt Bischof Sommer die Leitung der Methodistenkirche in Deutschland.

Von 1935 - 1950 amtierte Pastor Kurt Fleischmann (Superintendent Zeuner). Die Predigthelfer in dieser langen Zeit waren Ernst Kunz, Paul Leistner, Albert Löffler, Heinz Creuziger, Otto-Hans Epperlein, Karl Zehrer, Harry Wetzold, Harry Windisch, Fritz Neudeck und Otto Kunz (Bischof Melle).

Von 1924 bis 1969 war Johannes Göckeritz Organist und Chorleiter anschließend übernahm sein Sohn Wolfgang bis zur Gegenwart diese Ämter.

Die ersten Zusammenkünfte wurden in der Wohnung bei der Familie Theodor Göckeritz gehalten. Um 1935 wuchs die Gemeinde auf ca. 85 Mitglieder an und man war gezwungen eine eigene Kirche zu erbauen.
In den Jahren 1935 / 36 suchte man einen geeigneten Bauplatz in Mülsen St. Niclas für einen Kirchenbau doch man konnte sich für die genannten Angebote nicht entscheiden.

Ein anderes Angebot griff man auf und es wurde ein Fabrikgebäude von Herrn Bruno Wolf in der damaligen Dorfstraße, jetzt Schulstraße 7, oberhalb neben den Schulgebäude am 3. November 1936 gekauft.
Nach einigen Umbaumonaten gestaltete man aus einem Fabrikgebäude eine Kirche welche man am 19. September 1937 feierlich einweihte.

 

Seit 1937 besitzt Die Gemeinde untenstehende Kirche.

                                            

 Seit dieser Zeit wird sie regelmäßig zu Gottesdiensten und gemeindespezifischen Veranstaltungen genutzt.
Diese Kirche ist die einzige Methodistenkirche im Mülsengrund und wird von allen Mitgliedern bzw. von allen Besuchern des Mülsengrundes genutzt.

Im Jahre 1958 wurde Mülsen mit Crossen und Glauchau zu einen Bezirk und wurde von Pastor Gerhard Bohlmann bedient. Doch 34 Jahre später im Jahre 1992 wurde die Gemeinde wieder zurück in den Gemeindebezirk in Reinsdorf gelegt wo zu dieser Zeit Pastor Siegfried Rex tätig war. Seit dem 20. August 2006 ist die  Pastorin Uta Uhlmann, in  08141 Reinsdorf, Straße der Befreiung Nr. 33,  für die Gemeinden Crossen, Mülsen und Reinsdorf zuständig

In den letzten Jahren wurde eine mit Gas beheizte Heizung eingebaut, alte Fenster mussten Neuen weichen, Küche und Toilette bekamen Fliesen, ein neues Musikinstrument zur Begleitung der Lieder und manches andere wurde erneuert.

Haben wir Sie neugierig gemacht, so schauen Sie doch mal zu einem Gottesdienst herein.

Den Veranstaltungsplan finden Sie unter  "Veranstaltungen."