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Kirche St. Jacob

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Ev.-Luth. Kirche St. Jacobus der Ältere
Kirchgasse
08132 Mülsen

Parkmöglichkeiten:
Ober- und Unterhalb der Kirche gibt es verschiedene Parkmöglichkeiten. Zum einen steht an der Jacober Hauptstraße ein kleiner Parkplatz zur Verfügung, zum anderen kann oberhalb des Friedhofs geparkt werden. In den umliegenden Straßen gibt es einzelne Parkmöglichkeiten. Beachten Sie dabei bitte die StVO

Karte

Die Geschichte der Kirche Jacob

Die Jacobuskirche wurde nach dem Apostel Jacobus der Ältere benannt. Sie ist die größte Dorfkirche Sachsens und wurde im Jahr 1842 erbaut.

Der Apostel Jacobus der Ältere, auch bekannt durch den Jacobsweg und seine letzte Ruhestätte in de Compostella (Spanien), gab der Kirche und dem Mülsener Ortsteil seinen Namen. Zu sehen ist er als Figur im Flügelaltar, der um 1508 vom Zwickauer Bildschnitzer Peter Breuer geschaffen wurde. Das jetzige Gotteshaus entstand 1842 nach Plänen des hiesigen Tischlers Ludwig anstelle eines „wandelbar gewordenen“ Gebäudes. Der Vorgängerbau hattes etwa das Aussehen der Niclaser Kirche. Es sind alte Skizzen und ein Modell in Form eines Tintenfasses erhalten. Die erste urkundlich nachweise Orgel entstand 1692. 1845 schuf der Grünhainer Orgelbauer Steinmüller hier das größte Instrument seiner Schaffenszeit. Bis 1796 war Mülsen St. Jacob die Schwesterkirche von Mülsen St. Niclas. Der erste Pfarrer war hier der Sohn des Niclaser Pfarrers Solbrig. Mit der Wende bekam das Gotteshaus eine neue Heizung, eine Funkuhr und ein erstauriertes Geläut bzw. eine neu gegossene Glocke durch die Firma Bachert in Karlsruhe. Nach einer farblichen Erneuerung im unteren Bereich des Gotteshauses steht nun der Abschluß der Ausmahlung aus. Die letzte größere Renovierung erfuhr die Kirche im Jahr 1892, zum 50-Jährigen Jubiläum.

Steinmüller Orgel

Die Orgel wurde 1844 von Christian Gottlob Steinmüller in der Jacobuskirche errichtet. Sie ist im byzantinischen Stiel mit 36 Stimmen für 2900 rtl. gebaut worden. Im Spielschrank ist ein Porzellanschild mit der Inschrift: “Erbaut 1842 von Steinmüller, Grünhain. Renoviert 1892 von Emil Müller, Werdau, aus Mitteln des Heinrichschen Nachlasses durch O. Cubasch und A. Voigt.” In den beiden Weltkriegen wurden der Orgel Prospektpfeifen aus Zinn für Kriegszwecke entnommen. Die Steinmüller-Orgel besitzt im heutigen Zustand 2155 Pfeifen.

Glocken

Im Jahr 1430 soll die Jacober Kapelle neue Glocken bekommen haben. Die Größte von ihnen hatte ein Gewicht von circa 12 Zentner. 1644 wurden das erste Mal Renovierungsarbeiten am Uhrwerk, Glockenpfanne sowie der abgenutzten Klöppel vorgenommen. 1655/56 wurden die Glocken mit neuen “Glockenschwengeln” (Klöppeln) versehen. 1662/63 erfolgt die Erneuerung der Glockenarmatur. Im Jahre 1697 wurde ein neuer Glockenstuhl eingebaut.
Das nächste geschichtliche Ereignis war der Bau unserer heutigen Jacobuskirche. Während der Bautätigkeit hingen die Glocken in einem Schuppen des Pfarrhofes und sollen dort auch geläutet worden sein. Im Zeitraum des 1. Weltkrieges mussten die Glocken ein erstes Mal für Kriegszwecke abgegeben werden. 1920 kaufte die Jacober Kirchgemeinde zwei kleinere Bronzeglocken. 1922 hat die Kirchgemeinde eine Glocke von der Gemeinde Großrodersleben bei Magdeburg abgekauft. Diese Glocke wurde 1815 gegossen. Das Gewicht beträgt 900 kg. Der untere Durchmesser der Glocke beträgt 114 cm und die Höhe ist 80 cm. Die Inschrift lautet: “Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft”.
In der Zeit des 2. Weltkrieges mussten die Bronzeglocken ein zweites Mal für Kriegszwecke abgeliefert werden. Am 27.November 1952 wurde ein Vertrag über den Kauf zweier Glocken mit der Schwestergemeinde St. Micheln abgeschlossen. Von den vier Glocken sind zwei an die ursprüngliche Gemeinde Mülsen St. Micheln zurückgegeben wurden. Die fehlende dritte Glocke wurde durch einen Neuguss ersetzt.

Texte: Ehrhard Junge
Bilder: Axel Höfer

Kreuz über Altar

Unser Gemeindehaus

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