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St. Michael

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Ev.-Luth. Kirche St. Michael
OT Mülsen St. Micheln
An der Auerbacher Straße
08132 Mülsen

Parkmöglichkeiten:
Um die Kirche herum gibt es verschiedene Parkmöglichkeiten direkt an den anliegenden Straßen und Haltebuchten. Bitte beachten Sie dabei die StVO

Karte

Die Geschichte der Kirche Micheln

  • Deutsche Bauern besiedelten in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts den jetzigen Ort St. Micheln.
  • Der Ort wird 1421 erstmals unter dem Namen zcu sente Michele erwähnt.
  • Zur Zeit der Franziskanermönche wird als Ortsname Milsen ad sanctum Michaelem genannt.
  • Der Ortsname Mülsen St. Micheln setzt sich aus Mülsen, dem Namen des Baches, und dem Namen des Schutzpatrones, dem heiligen Michael, zusammen.
  • Am Ort der heutigen Kirche stand in alter Zeit eine Kapelle die von Mönchen des Grünhainer Kloster gebaut wurde und dem Erzengel Michael geweiht war.
  • Mülsen St. Micheln wechselte 1552 als letzte Gemeinde des Mülsengrundes zum evangelischen Glauben über.
  • 1633 in der Zeit des 30-jährigen Krieges starben in Folge der ausgebrochenen Pest über 100 Menschen an dieser Seuche.

Text und Bilder: Michael Süß aus St. Micheln

Mehr Informationen zur Kirchlichen Ortsgeschichte [134 KB] der Kirche in den Jahren 1933 - 1936 finden Sie hier... [134 KB]

Schönburgisches Wappen

Wappen
Wappen der Schönburger

Über dem Südeingang

Steintafel
Steintafel in Latein

Das ehemalige Hauptportal

Portal Kirche Micheln
Portal Kirche Micheln Das ehemalige Hauptportal mit dem Schönburgischen Wappen

Kirchturm

Kirchturm der Kirche Micheln
Kirchturm der Kirche Micheln mit Blick auf die Uhr und Glockenfenster

Innenraum

Der Innenraum der Kirche
Der Innenraum der Kirche mit Blick zum Altar

Der Peter-Breuer-Altar

Der Altar mit dem Erzengel Michael aus der Werkstatt Peter Breuers
Beim Blick auf den Altar im Ganzen fällt zuerst die Altarbekrönung auf, eine Figur von dem Zwickauer Bildschnitzer Peter Breuer. Sie stammt unmittelbar aus der Zeit vor der Reformation und gehörte vermutlich zu einem vollständigen Altar.
Der jetzige Altar stammt aus späterer Zeit, ganz genau lässt sich das nicht mehr datieren.

Der Altar

Blick auf den Altar der Kirche
Blick auf den Altar der Kirche Das Hauptthema stellt die Kreuzigungsszene dar, eingebettet in die Darstellung der Dreifaltigkeit (Trinität).

Gott-Vater Figur

Oberer Teil des Altars
Oberer Teil des Altars Oben Gottvater als Schöpfer mit der Weltkugel, darunter der Heilige Geist als Taube, verbunden mit der Kreuzigung Jesu.

Namenspatron der Kirche

Erzengel Michael
Erzengel Michael auf dem Altar obenauf

Figur des Mose

Mosedarstellung
Mosedarstellung Mose mit den beiden Gebotstafeln, auch als 10 Gebote bekannt. Er symbolisiert damit das Wort Gottes.

Figur des Aaron

Der Hohepriester
Der Hohepriester Aaron, der Hohepriester mit dem grünenden Aaronstab. In der anderen Hand hält er das Weihrauchgefäß, als Symbol für Gebet und Fürbitte.

Maria

Maria
Maria Mutter von Jesus Christus

Figur des Johannes

Darstellung
Darstellung des Jünger Johannes (Joh. 19, 25ff.)

Die Kanzel der Kirche

An der Kanzel sind in den einzelnen Feldern die 4 Evangelisten mit ihren Symbolen Mensch (Matth.), Löwe (Mark.), Stier (Luk.) und Adler (Joh.). Diese Symbole kommen aus dem Alten Testament. Von der Kanzel wird das Evangelium verkündigt, deshalb die Evangelisten.

Kanzel

Die Kanzel
Die Kanzel der Kirche in St. Micheln

Das sogenannte "Pestkreuz"

Pestkreuz
Pestkreuz

Das sogenannte Pestkreuz ist mit Sicherheit das älteste Stück in unserer Kirche. Woher stammt diese Kruzifix? Dieses Kreuz war der Altar in der alten Holzkirche, die 1750 abgerissen wurde.
Man befand sich mitten im 30 jährigen Krieg (1618 – 1648). In zwei Jahren sind von den ca.300 Einwohnern mehr als ein Drittel an der Pest verstorben. Es wütete die Pest in Micheln.
Der Ortspfarrer ist aus Angst vor Ansteckung geflohen. Es gab auch kein Geld, um für Pestkranke ein Kreuz anzuschaffen und am Ortsrand aufzustellen.
Was möglich sein könnte, ist das man das Kreuz aus der alten Kirche außen an der Kirche angebracht hat um im Freien Gottesdienste zu feiern und Andacht zu halten und eventuelle Ansteckung in Räumen zu minimieren. Das ist aber rein hypothetisch.

Quelle: Bericht [134 KB] von Pfarrer Lippe; Auszug aus der Kirchengalerie von 1910, über die Pest.
Danke für die Zuarbeit von Mario K.

Das der 30 jährige Krieg (1618 – 1648) seine Wogen auch bis in den Mülsengrund gewälzt hat, davon zeugt das mit dem Jahr 1613 beginnende Älteste Kirchenbuch von St. Micheln.

Nicht nur wurden die alten Kirchenbücher, wie eine Bemerkung in dem selben sagt, „durch den schädlichen Krieg entwendet“, sondern auch in dem noch jetzt vorhandenen durch die zügellosen Soldaten ganze Seiten herausgerissen, so dass das Fehlende „aus des gewesenen Pfarrherrn's Kalender, auch der Pfarrkinder eignen Bericht“ nachträglich aufgezeichnet werden mussten. Außer den Soldaten hauste auch die Pest oder wie es im Kirchenbuch heißt „das große Sterben“, besonders in den Jahren 1633 – 1634 so furchtbar, dass im ersten 88, im letzteren 46 Personen verstorben sind und der damalige Pfarrer Georg Trillitius, der sonst während des ganzen „schweren teutschen Kriegs“ in die 39 Jahre „mit guten ruhm allhier Pfarrer gewesen,“ die einzelnen Todesfälle gar nicht mehr eingetragen, sondern nur Zahl der gestorbenen angegeben hat, woraus man, ob mit Recht oder Unrecht, bleibe dahingestellt, geschlossen hat, dass er selbst vor der Pest geflohen ist.

Wenn an einem Tage nicht weniger als zehn vertriebene Pastoren auf dem Lichtensteiner Rathaus angesprochen haben, so wäre es entschuldbar, wenn auch der Pfarrer von St. Micheln zeitweilig vor den Kriegsunruhen hätte weichen müssen.

Zur Geschichte der Orgel

Die Orgel
Die Orgel der Kirche St. Micheln

Die erste Orgel in der Michelner Kirche wurde 1753 von Johann Jacob Schramm erbaut. Zu dieser Zeit befand sich die Orgel über dem Altar, also auf der gegenüberliegenden Seite der jetzigen Orgel. Um 1888 muss der Kirchturm stabilisiert werden, die Sparmaßnahmen aus der Gründungszeit rächen sich und der Turm ist vom Einsturz bedroht.
Neue eiserne Träger und neu gemauerte Bögen geben wieder Halt für den Turm. Die Orgel muss weichen. Es wird eine neue Orgel vom Orgelbauers Emil Müller aus Werdau an der jetzigen Stelle gebaut. Die alte Orgel war nicht mehr zu gebrauchen. Lediglich im Prospekt sind einige Verzierungen wiederverwendet worden. Die neu eingebaute pneumatischer Registriertraktur war damals neueste Technik.

1905 wird die Müller-Orgel von Alfred Schmeißer aus Rochlitz renoviert. Das Gebläse der Orgel wird auf den Kirchboden verlegt.

In den folgenden Jahren durchgeführte Instandsetzungen:

1930 durch Thurau
1943 durch die Gebrüder Jehmlich
1953 durch die Firma Eule aus Bautzen
1980 durch die Orgelbauer Schüßler aus Greiz. Es wird die Pedalklaviatur erneuert und ein Pedalchoralbass 4 Fuß hinzugefügt. Um Platz zu schaffen, werden einige Register an eine andere Stelle versetzt.

1998 erfolgt eine Überprüfung durch den Sachverständigen Böhmig mit folgendem Befund:

Die Orgel ist an vielen Stellen undicht und verschlissen. Die Stimmung ist schlecht und der Holzwurm hat die Orgel erobert.
Schlechte Begehbarkeit und beengte Platzverhältnisse werden bemängelt.
Die pneumatische Registratur soll wieder mechanisch werden. Das spart Platz im engen Orgelraum.
Die Liste der Probleme ist lang und umfangreich, eine reine Überholung wird den Anforderungen nicht genügen.

Die Orgel heute

2000 beginnt die Orgelfirma Reinhold aus Bernsdorf mit der kompletten Demontage der Orgel

Der Gebläsemotor, das Pedalwerk, beide Manuale und teilweise auch die Pfeifen werden komplett erneuert. Jede einzelne Orgelpfeife wird in der Orgelwerkstatt instand gesetzt, gereinigt und gestimmt. Gezählt werden eintausendundsechzehn Pfeifen.

Die sichtbaren Pfeifen bestehen aus Zinn und dienen nicht nur der Dekoration. Fast alle dieser Prospektpfeifen sind aktiv im Betrieb. Einige wenige davon sind stumm. Welche das sind und warum das so ist, lässt sich bei einer Orgelbesichtigung erkunden. Im Oktober 2000 wird die neue Orgel feierlich eingeweiht.

Die Orgel im historischen Stil wird mit hohem handwerklichen Können und persönlichem Einsatz komplett neu erbaut.

Eine Orgel zur Freude der Gemeinde und zum Lobe Gottes!

Orgelansicht
Orgelansicht von der Kanzel aus
Orgelansicht
Orgelansicht von der Empore aus
Blick ins innere der Orgel
Blick ins innere der Orgel Zu sehen sind die Pfeifen eines Manuaels

Anschrift

Jugendraum: "Scheune"
Gartenweg 2
08132 Mülsen

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