Sie sind hier: Startseite » Kirchen » Kirche St. Niclas

Kirche St. Nicolai

  • Anfahrt & Parken
  • Geschichte
  • Gemeindehaus
  • JG Raum

Sie finden Sie unsere Kirche

Ev.-Luth. Kirche St. Nicolai
An der Kirche
08132 Mülsen

Parkmöglichkeiten:

Karte

Die Geschichte der Kirche St. Niclas

Die Kirche St.Niclas entstand im Hochmittelalter. Da sie in der Mitte des Dreißigjährigen Krieges, im August 1632 beim Einfall der kaiserlichen Truppen nieder brannte, fielen auch die in ihr aufbewahrten Urkunden und Dokumente den Flammen zum Opfer, die etwas genaues zum Erbauungsjahr hätten aussagen können.

Doch ist anhand anderer Merkmale die etwaige Entstehungszeit zu erkennen. Der nördliche Abschnitt deutet auf einen in den letzten Jahren des 12. Jahrhunderts errichteten Chorturm hin, mit Spuren einer nach Osten weisenden Apsis, später versehen mit gotischem Kreuzgewölbe und einem Saal- oder Langhausanbau nach Westen. Dieses Gotteshaus weihte man einst dem Heiligen Nicolaus, dem Schutzpatron der Seefahrer und Kaufleute.

Am Anfang des 16.Jahrhunderts kam es zu einem umfassenden Umbau der Kirche, wobei die zwei asymmetrisch aneinander gestellten Gebäude, Chor und Schiff entstanden. Der romanische Chorturm wurde dem Dach des vorderen Gebäudes angeglichen. Außerdem entstand ein neuer spätgotischer Westturm, dessen Fundamente 1996 entdeckt und archäologisch ausgewertet wurden. Die älteste noch heute sichtbare Jahreszahl im Innenraum ist 1635 und zeigt auf das Richtfest der in 4 Jahren wieder aufgebauten Kirche.

Im kleinen Turm, einen „Barock-Dachreiter“, hing von 1636 bis 1676 ein Glöckchen, was im Jahre 1663 von den drei Glocken des zwischen 1661 und 1663 errichteten 45m hohen Turm, einem „neugotischen Spitzhelm“, abgelöst wurde.

1681 entstand als vielleicht wertvollstes Stück der Ausstattung die barocke Bilderdecke des Kirchenschiffes.

Im Jahre 1704 bekam die Kirche einen Barockaltar des Tischlermeisters Georg Treutler aus Lößnitz/Erzg., von welchem die drei Gemälde „Abendmahl - Kreuzigung - Grablegung“ noch vorhanden sind. Nach neuesten Erkenntnissen hat diese Bilder der Maler Constantin Setz aus Schneeberg gemalt.

Zwischen 1796 und 1799 schuf der einheimische Johann Jacob Schramm, ein in der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts in Westsachsen bedeutender Orgelbaumeister für seine Heimatkirche seine letzte Orgel.

Des weiteren stiftete der Niclaser Meister Christoph Münch, ein begüterter Zeug-Leinen- und Wollweber anno 1799 einen hölzernen Taufstein im Empirestil in Form einer Säule mit dem Aufsatz eines aufgeschlagenen Buches, gleichzeitig als Lesepult verwendbar. Es ist das Werk des Holzbildhauers Johann Georg Dost aus Oberlungwitz. Dieser schuf unter anderem auch die Kanzel und die Patronatsloge mit dem Allianzwappen der Herrschaften Schönburg-Reuß.

Bei der durch die Firma Georgi/Lößnitz 1997 durchgeführten Restaurierung wurde der Taufstein in seiner ursprünglichen Fassung wieder zu einem sehenswerten Prachtstück, dem im Herbst 2001 der Restaurator H. Blauhut aus Micheln die Mensa des Altars (Altartisch) hervorragend anglich.

Seit 1986 ziert zu hohen Festen jene Patronatsloge die auf dem Dachboden eines alten Niclaser Hauses aufgefundene Fahne der Mülsner Webergesellenbruderschaft. Sie wurde anlässlich der Beendigung des siebenjährigen Krieges gestiftet und hat die beiderseitige Inschrift: „Soli Deo Gloria; Gott segne Schönburg in Friede“ und den Bibelvers aus den Klageliedern des Jeremia, „Die Güte des Herrn ist's, dass wir nicht gar aus sind. - Den 21. März 1763“.

Ab dem Jahr 1930 leuchtet an der Spitze des großen Kirchturmes alle Jahre in der Weihnachtszeit ein von dem ansässigen „Verein für erzgebirgische Weihnachtskunst“ gestifteter großer Adventsstern. Am frühen Abend des 1. Adventssonntages versammelt sich die Gemeinde vor der Kirche, um bei einer Andacht auf das erste Leuchten dieses Sternes zu warten.

Soll dieser kleine Bericht mit dem Wunsch enden, welcher in den Dokumenten der 1663 aufgesetzten Turmkugel gefunden wurde:

„Der liebe Gott wolle diesen mit großer Müh und Unkosten erbaueten Tempel für dergleichen und anderen Unglück gnädig bewahren, um Jesu willen! Amen“

Die Bilderdecke der Kirche von Mülsen St. Niclas

Wer die uralte Dorfkirche St. Niclas in Mülsen betritt, dessen Blick wird sofort unwillkürlich nach oben gelenkt und findet über dem Schiff und über der Empore auf einer Fläche von etwa 150 Quadratmeter eine mit 32 großen Bildern auf Holz bunt bemalte Kassettendecke. Die Gemälde sind umgeben und eingefasst mit Rahmen in einfacher, barocker Schönheit, deren farbige Felder Kreuze erkennen lassen.

Diese Decke gehört zweifellos zu den schönsten aller sächsischen Dorfkirchen.

Weil sie im Innern des Gotteshauses durch keine einzige Säule abgestützt ist, wird sie in der Mitte von einem 11 Meter langen Balken getragen und geteilt, der wiederum mittels eines so genannten Sprengwerkes dreimal am Kirchendach angehängt ist. In diesem Träger erkennt man die eingekerbte Jahreszahl 1635. Das ist das Jahr des Richtfestes der im „Dreißigjährigen Krieg“ niedergebrannten und nun wieder aufgebauten Kirche.

Die Entstehung der Bilderdecke

Als im Jahre 1632 beim Einfall kaiserlicher Truppen aus Bayern im Kurfürstentum Sachsen viele Orte nieder brannten, wurde auch die Kirche St. Niclas ein Raub der Flammen. Deren stehen gebliebenen, sehr starken Mauern konnten jedoch in nur drei Jahren Bauzeit wieder unter Dach gebracht werden.

1636 kam es schon zur Wiedereinweihung der Kirche. Fünfundvierzig Jahre später, also 1681 verpflichtete man den Maler Tobias Weiß aus Crimitschau zur Erstellung der Bilderdecke. Der so genannte „Dingzettel“ (Auftrag) mit der lateinischen Überschrift „Cum Deo“ (Mit Gott) ist noch vorhanden.

Die Zierade und Umrahmung stellte der Hartensteiner Tischlermeister Christianus Weber auf ausdrücklichen Befehl des Fürsten Otto Albert von Schönburg her.

Die Initiative für die Erstellung der Bilderdecke ging von dem von 1641 - 1682 in St. Niclas amtierenden Pfarrer Georgius Heber aus Wildbach bei Schneeberg aus. Dessen Vorstellungen waren, dass die Decke so werden sollte, wie die in seiner Heimatkirche, nur viel prächtiger und das geschah auch.

Die Restaurierung

1799 drohte der Decke ein Abriss. Durch eine zu hoch gewordene Orgel des einheimischen Orgelbauers Johann Jakob Schramm sollte sie abgetragen und in den Dachstuhl hinein ein großes Tonnengewölbe eingezogen werden. Doch dieses Vorhaben zog einen großen Proteststurm der Dorfbewohner nach sich, so dass es zu einer anderen Lösung kam.

Dennoch war die Decke immer wieder Gefahren ausgesetzt, so kam es 1934 in dem damals neuen Heizungskeller zu einer Brandentwicklung, die jedoch glücklicherweise noch rechtzeitig bemerkt werden konnte. Daneben ist in den Kirchenbüchern mehrmals von Schneeberäumungen auf dem darüber befindlichen Boden die Rede, der durch undichte Stellen in dem langen Dach eindringen konnte. Daher mussten die Gemälde bereits im Jahre 1857 restauriert werden. Diese Arbeit führte der Mülsener Maler Bochmann aus.

Bei einer umfassenden Kirchenrenovierung im Jahre 1890 wurde die gesamte Ausstattung einschließlich den Feldern der Decke, dem Modegeschmack dieser Zeit entsprechend, mit einer braunen Lasurfarbe überstrichen, die im Laufe der Jahre sehr dunkelte und alles in ein nichts sagendes schmutziges Gewand hüllte.

Aber den größten Schaden fügte man der Bilderdecke, wenn auch ungewollt und unwissend, 1932 mit dem Einbau einer Niederdruckdampfheizung zu. Es wirkten die krassen Temperaturunterschiede , die nun überall herrschten, auf die Gemälde äußerst abträglich. Die starren Farben platzten ab oder rollten sich zusammen und in den Brettern, die bereits 1636 angebracht wurden, kam es zu Riefen und langen Rissbildungen.

Für eine in der Mitte der dreißiger Jahre geplante Restaurierung durch den Dresdener Maler Helas wurden keine finanziellen Mittel staatlicherseits gewährt. Hinzu kam der Zweite Weltkrieg und die schweren Nachkriegsjahre. Die Bilder waren endgültig dem Verfall preisgegeben, und deren völlige Überstreichung schien unvermeidlich.

Als der Pfarrer Ehrhard Vogel (Pfarrer in Mülsen St. Niclas von 1950-1976) seiner Kirchgemeinde diesen Umstand bekannt geben musste, ging spontan eine Flut von Geldspenden ein, so dass der Kirchenvorstand buchstäblich in letzter Minute beschließen konnte, das Kunstwerk von 1681 erneuern zu lassen. Das Landesamt für Denkmalpflege Dresden beauftragte den Kunstmaler Werner Juza mit dieser Arbeit.

Die 1890 aufgebrachte Firniskruste an den Feldern und Rahmen musste entfernt werden, worunter sich noch Reste der ursprünglichen Farbe befanden. Herr Juza erkannte sofort und ohne Zweifel, dass die aufgefundene Colorfassung des Mittelbalkens mit seinem Taustrang und Schiffskehlen einem öfters in Kirchen vorkommenden Zierat entsprachen. Diese Farben (weiß, blau und rot) bestimmten die Symbolik der Stiftshütte, welche das Volk Israel mit der Bundeslade bei seiner vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste Sinai ständig bei sich führte. Gott spricht nach 2.Moses 26, Vers1 zu Mose: „Die Wohnung sollst du machen von gezwirnter weißer Leinwand, von blauem und rotem Purpur und von Scharlach“ (Übersetzung nach Martin Luther).

In weniger als einem Vierteljahr hatte der Künstler und seine fleißigen Mitarbeiter das Werk der Restaurierung vollendet. Eine der schönsten Decken sächsischer Dorfkirchen war gerettet.

Eine weitere Restaurierung machte sich in den neunziger Jahren erforderlich. Nach vier Restaurierungsabschnitten im Zeitraum von fast 2 Jahren wurde am Palmsonntag des Jahres 2000 die Bilderdecke über dem Kirchenschiff mit ihren 32 Einzelgemälden wieder voll sichtbar. Diese Restaurierung wurde durch die Restauratorenwerkstatt GEORGI aus Lößnitz/Erzg. und unter der Mitwirkung des jungen Restaurators Holger Blauhut aus Mülsen St. Micheln ausgeführt.

Die Restaurierungen trugen dazu bei, dass die Kirche von Mülsen St. Niclas mit ihrer kostbaren Ausstattung und der wertvollen Bilderdecke, einer “Biblia pauperum (Armenbibel)“ in ihrer historischen Schönheit erhalten werden konnte und damit das Vermächtnis unserer glaubenstreuen Vorfahren an uns und kommenden Generationen weiter gereicht werden kann.

Die Orgel

Im Jahre 1632 wurde das seit 1539 evangelische Gotteshaus, dessen früheste Erbauung zwischen 1170 und 1230 zu vermuten ist, von kaiserlichen Soldaten des Generals Holck niedergebrannt. Dem fielen auch die Kirchenbücher zum Opfer, die Auskunft über eine Orgel vor dieser Zeit hätten geben können. Nach dem Wiederaufbau 1636 hatte die Kirche 100 Jahre kein derartiges Instrument. Man musste sich mit Schulmeistern begnügen, welche als Vorsänger mit kräftigen Stimmen den Gemeindegesang anstimmten und führten.

1736 schuf der einheimische Zimmermann und Orgelbauer Georg Eger eine kleine Orgel, die wie es in den meisten Kirchen üblich, auf der Empore dem Altar gegenüber, dem so genannten „Schülerchor“, stand. Als Zeugnis dafür ist noch heute ein Zifferntafel-Kästchen zu sehen, in welchem mittels drei fünfeckiger Zahlenspindeln die erforderlichen Gesangbuchnummern angezeigt werden konnten. Darunter befindet sich, seit 1799 verborgen, eine Balustrade, die einst als Blickfang für die kleine Barockorgel diente.

Nach dem Freitod Egers 1750 übernahm 1755, der später bekannte westsächsische Orgelbauer Johann Jacob Schramm, ein Müllersohn aus Mülsen St. Jacob und ein Schüler des Zwickauer Orgelbaumeisters Donathi, dessen Werkstatt und setzte die hiesige Orgelbauertradition fort.

1796, nach fortwährenden Reparaturen Schramms an diesem kleinen Instrument, machte er bereits im hohem Alter den Vorschlag, für seinen Heimatort eine neue und größere Orgel zu bauen. Dem stimmte die Gemeinde und die Kircheninspektion, angeregt durch das gute Orgelspiel des Schulmeisters mit Namen Gabriel Keppel, zu. Schramm wurde aufgefordert, Riss und Kostenanschlag zu machen und versprach, für 1200 Taler das Werk zu bauen. Doch mussten, als es fertig war, noch 200 Taler mehr bezahlt werden. Die diesbezüglichen Dispositionen sind im Pfarrarchiv noch vorhanden.

Nach etwa dreijähriger Bauzeit konnte die neue Orgel am Tag Johannes des Täufers, dem 24. Juni 1800, geweiht werden. Jedoch stellte sich heraus, dass sie nach der Fertigstellung zu groß, vor allem zu hoch geworden war und nicht in die gewohnte Stelle passte. So musste über dem Altar ein altes, gotisches Gewölbe aus der Gründerzeit der Kirche heraus gebrochen werden, um ihr im höchsten Punkt des Innenraumes Platz zu schaffen.

Das Prospekt schuf nach Vorlagen und Anweisung von Schramm der Bildhauer Johann Georg Dost aus Oberlungwitz, was die Gutsbesitzerin Frau Rosine verw. Vettermann aus Mülsen St. Jacob einschließlich der Kanzel mit gutem Golde für 105 Taler verzieren ließ.

Die Weihepredigt hielt Superintendent Casparie aus Waldenburg über das Bibelwort: „Wie lieblich sind deine Wohnungen Herr Zebaoth“ aus Psalm 84. Der Komponist Kantor Christian Gotthilf Tag aus Hohenstein-Ernstthal, ein Schüler des Dresdner Kreuzkantors Homilius und damit Enkelschüler Joh. Seb. Bachs, examinierte die neue Orgel und stellte dabei fest, dass sie gut und dauerhaft ist und schreibt am Schluss seines Gutachtens:

„Überhaupt hat sich Herr Schramm bei diesem Bau in allen Stücken als ein Meister der Orgelbaukunst erwiesen, welches hierdurch attestiert.“

Jedoch hielt dieses „dauerhaft“ nur bis zum Jahre 1920, wo sie durch eine nahezu zwei drittel größere Orgel, ein pneumatisches Instrument der Orgelbaufirma Schmeißer aus Rochlitz ersetzt wurde. Vorher kam es bereits zu mehreren aufwendigen Reparaturen. Denn ein all zu langer Windkanal vom Blasebalgstandort auf dem vorderen Dachboden über dem Kirchenschiff, dessen Lederbezüge im Laufe der Jahrzehnte sehr porös wurden, schadeten der alten Orgel sehr.

Als 1917 außer den zwei großen Glocken noch die 49 Prospektpfeifen vom Militärfiskus beschlagnahmt wurde, war das Schicksal der historischen Schrammorgel besiegelt. Nur das ursprüngliche Gehäuse blieb erhalten, was aber im Zeitgeschmack des ausgehenden 19. Jahrhunderts durch Übermalen mit brauner Lasurfarbe seine spät barocke Pracht verlor.

1932 wurde es erneut mit einer rotbraunen Farbe überzogen, die im Laufe weniger Jahre sehr nachdunkelte und es völlig entstellte. Geschmacklose elektrische Lampenfassungen taten noch das Übrige. Bei einer umfassenden Kirchenrestaurierung von 1955-1957 kam der Vorschlag, das Prospekt ganz zu entfernen und durch eine moderne Orgelpfeifenwand zu ersetzen. Doch dem stimmte der sächsische Denkmalpfleger Dr. Laudeley nicht zu, denn er erkannte den Wert des Prospekts und ließ es in hellen Farben mit reichlich Gold und Silber verziert, restaurieren.

Nahezu 40 Jahre später wurde eine erneute derartige Arbeit notwendig, die der namhafte Restaurateur Helmut Georgie aus Lößnitz/Erzgeb. mit seinen Mitarbeitern ausführte. Er stellte dabei den farblichen Urzustand von 1799 fest und konnte es in alter Schönheit originalgetreu im „Louis seize“ oder „Zopfstil“, wie es der Dresdner Orgelwissenschaftler Dr. Ulrich Dähnert deutete, wieder herstellen.

Unser Gemeindehaus

Seit 2005 bildet das neu renovierte Gemeindehaus - Die Herberge - Raum für die verschiedenen Gruppen & Kreise in unserer Gemeinde. Der Gemeindesaal im Erdgeschoss bittet Platz für bis zu 99 Personen. Er wird gern von den größeren Kreisen und für Gemeindeabende genutzt. Ebenfalls im Erdgeschoss ist eine Küche. Gerade für Feiern ist dies von Vorteil.

Im ersten Stock befindet sich neben dem Büro des Pfarramtsleiters auch das Pfarramt. Ein weiterer Raum, der Christenlehreraum, steht den kleineren Gruppen zur Verfügung.

Im Dachgeschoss ist die JuGend unserer Kirchgemeinde zu Hause. Hier ist ein großer JuGendraum mit eigener Küche. Nebenan ist der Andachtsraum. Auch dieser Raum wird reichlich von unseren Gemeindekreisen belegt.

Übrigens, der Gemeindesaal inkl. Küche und sanitärer Einrichtungen kann auch für private Feiern angemietet werden. Bei Interesse setzten Sie sich mit dem Pfarramt in Verbindung.

Der neue Jugendraum

Manche, von unserer Jugend, haben schon im 3. Jugendraum Jugendstunden. Ich selbst gehöre auch mit dazu. Der erste Jugendraum war ebenfalls im Gemeindehaus. Aber da dieses Haus saniert werden sollte, mussten wir unserern JG-Raum in das alte Pfarrgebäude umlegen. Also gestalteten wir unseren neuen JG-Raum neu. Und die Wandfarben waren einfach nur hübsch (hässlich). Wer die wohl ausgesucht hat? Lindgrün und Rosa! Na da viel Spaß!!

Jugendraum - wie alles begann!

Es war einmal, an einem kalten Wintertag da machten sich einige junge Leute auf, um per Schubkarren und Eimern sich ein neues, schöneres, besseres, größeres Heim zu schaffen. Dazu musste zunächst einiges an Dämmmaterial und Ziegeln beiseite geschafft werden, die Leute arbeiteten am Anfang fleißig und voller Elan doch je länger der Tag dauerte umso unmotivierter wurde das Ganze, aber am Ende des ersten Tages waren die Aufräumarbeiten beendet.
Phase 2 konnte beginnen: Schleifen, schleifen, schleifen, schleifen, schleifen, schleifen, schleifen,…….. solang bis man vor Staub nichts mehr sehen konnte und selbst da war noch nicht Schluss. Stunde um Stunde, Tage hintereinander wurden die Balken bearbeitet, und nicht selten wurde sich ein Schluck B…. (Bananensaft) gewünscht. Frohen Dienst ist wohl so ähnlich, aber mit der Aussicht auf ein neues, schöneres, besseres, größeres Heim wurde dies mit Geduld ertragen.
Von unserer Seite war das was wir tun konnten erledigt, jetzt rückten die Helfer aus der Gemeinde an um Decken und Wände mit Gipskarton zu verkleiden, sie abzudämmen und so einen Raum zu schaffen. Viel Dank an dieser Stelle nochmals an alle Helfer, besonders Frieder Händel, Jan Hohmuth und Firma und Matthias Voigt für die viele Zeit die sie investiert haben.

Unser Jugendraum war nun da. Die Erschaffung hört sich bis hier hin vielleicht ganz einfach an, aber einen Bau ohne Probleme, wo gibt's den schon? Viele Dinge, die wir uns vorgestellt hatten, konnten nicht umgesetzt werden und auch unsere lang ersehnte Einweihungsfeier sollte kurzer Hand abgesagt werden. Grund dafür war, dass die Bauabnahme noch nicht statt gefunden hatte und somit noch nicht für die Öffentlichkeit zugelassen war. Das war natürlich ein herber Rückschlag für unsere einweihungswütigen JuGend'ler. Doch Gott sei Dank konnte die Party letztendlich doch stattfinden. Begonnen wurde das Fest natürlich mit einer Feuertaufe, im warsten Sinne des Worte. Dafür verantwortlich war unsere fleißige Rebecca, die mal eben die Saft- und Sektgläser zu Fall brachte. ;-)

In der kompletten Phase der Bauzeit, war eines deutlich spürbar. Trotz mancher Schwierigkeiten und kleiner Auseinandersetzungen und trotz den vielen Anstrengungen war jedem, der sich irgendwie beteiligte bewusst, für was er dies tat. Nicht allein um einen schönen Raum zu haben sondern auch um einen Ort zu schaffen, wo sich junge Menschen treffen können um unseren Herrn Jesus Christus die Ehre zu geben. Ohne Gottes Wirken, wäre niemals so ein neues, schönes, gutes und großes Heim entstanden. Wir danken den vielen Helfern, allen Mit-Betern, Spendern und natürlich unserem absolut großartigen Gott, der das alles ermöglichte.

PRAISE THE LORD!!!
Christian Gruner

Bildnachweis

Das Titelbild wurde uns freundlicherweise von Herrn Ulrich Walther zur Verfügung gestellt. Mehr Bilder finden Sie unter: http://www.kirchengalerie-zwickau.de

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren